Nach dem heiklen Aktenfund im Archiv der Bundesanwaltschaft fordert die SVP den Rücktritt von Bundesanwalt Erwin Beyeler. Die Dokumente wurden durch puren Zufall in einer Kartonschachtel gefunden.
Es gibt noch Akten zur Affäre Tinner
Tinner-Akten lagen ungeschützt in Berner Archiv In Bern herrscht Aufregung wegen 39 Aktenordnern aus dem Verfahren gegen die mutmassliche Atomschmuggel-Familie Tinner. Das zum Teil hochsensible Material wurde letzten Dezember im Archiv der Bundesanwaltschaft entdeckt. Unterdessen ist es an einem <> verwahrt, wie zu erfahren war. Dies hat der Bundesrat verfügt - der zudem die USA über den Fund informiert hat.
Für die SVP, die die Bundesanwaltschaft sei langem kritisiert, macht der Aktenfund das Mass voll. Gestern forderte sie den Rücktritt von Bundesanwalt Erwin Beyeler, die Einleitung eines Disziplinarverfahrens sowie die Einsetzung eines ausserordentlichen Bundesanwalts. Und auch die Linke ist erbost. <>, sagt der grüne Zürcher Nationalrat Daniel Vischer. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf liess es auf Anfrage offen, ob der Aktenfund Konsequenzen für die Bundesanwaltschaft haben werde.
Staatsanwalt traute den Augen kaum
Der Aktenfund wirft in der Tat Fragen auf. Wie kann es sein, dass sich die Strafverfolgungsbehörde des Bundes über einen Entscheid des Bundesrats hinwegsetzt? Dieser hatte die Vernichtung der bei den Tinners beschlagnahmten Akten beschlossen. Offiziell wurde die Aktenvernichtung verfügt, weil sich darunter Atombau-Pläne befanden, die nirgends hätten sicher aufbewahrt werden können. Tatsächlich war aber der Druck der USA ausschlaggebend. Denn in den Akten fanden sich Belege für die Zusammenarbeit der Tinners mit dem US-Geheimdienst CIA.
Laut Wally Bur, der Sprecherin der Bundesanwaltschaft, sind die nun gefundenen Akten Bestandteil eines Berichts, den die Bundeskriminalpolizei im Mai 2006 angefertigt hat. Vom Bericht wurden zwei Kopien angefertigt, wovon eine ins geschützte Archiv der Bundesanwaltschaft gelangte. Im Bericht befanden sich auch Baupläne für Atomwaffen-Bauteile. Dies alles geschah noch vor dem Amtsantritt von Erwin Beyeler im August 2007.
Zufälliger Fund
Als der Bundesrat am 14. November 2007 die Aktenvernichtung verfügte, dachte niemand mehr an die Dokumente, die in Kartonschachteln im Archiv lagen. Im Herbst 2008 bemerkte ein Mitarbeiter die Schachteln und reihte den Inhalt in Regale ein. Schliesslich stiess im Dezember der für den Fall zuständige Staatsanwalt des Bundes zufällig auf die Ordner - und traute seinen Augen kaum. Er informierte umgehend Justizministerin Widmer-Schlumpf und den Bundesanwalt.
Gemäss Widmer-Schlumpf steht der Grossteil der Akten uneingeschränkt für das Verfahren gegen die Familie Tinner zur Verfügung. Die von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) als sensibel markierten Dokumente würden dem Bundesstrafgericht zur Verfügung gestellt, wenn die IAEA dafür grünes Licht gebe.
Offen ist, ob die Dokumente die Tinners eher belasten oder entlasten. Belastend könnten Frachtpapiere sein, die sich offenbar unter den Akten befinden. Sie belegen, wie die Tinners in den Atomhandel involviert waren. Urs Tinners Anwalt Roman Bögli betont hingegen: <> Bögli fürchtet jedoch, dass auch die neuen Akten nicht komplett sind. <>
Bundesanwaltschaft durchleuchten
Für den Anwalt wirft der Aktenfund ein schlechtes Licht auf die Bundesanwaltschaft. <> Und nun tauchten die Akten trotz einer auf höchster Ebene organisierten Schredderaktion einfach wieder auf. Bögli fragt sich: <> Wenn die Bundesanwaltschaft die Aktenführung nicht im Griff habe, müsste eigentlich bei der gesamten Bundesanwaltschaft, der Bundeskriminalpolizei und allen Mitarbeitern dieser Stellen eine Hausdurchsuchung durchgeführt werden, sagt Bögli.
Der Ball liegt nun bei der IAEA in Wien. Wie aus IAEA-nahen Quellen zu vernehmen war, sind die aufgefundenen Dokumente für die Behörde nicht neu. So hatten Experten das Material bereits begutachtet, als sie vor der Zerstörung der Tinner-Akten vom Bundesrat beigezogen wurden. Die IAEA schweigt sich zum Fall aus. Offenbar arbeitet sie selbst an einem Bericht zum internationalen Atomschmuggel.
Fritz Nussbaumer Wären diese Kopien offiziell registriert gewesen, dann wären sie jetzt vernichtet. Jetzt können alle die Kritiker, die die Aktenvernichtung als einen Eingriff des CIA in die Schweizerische Staatshoheit verurteil haben, dafür kämpfen, dass diese Kopien gerichtsrelevant erhalten bleiben.. Aber nein, schon wieder wurde Mamma Amerika einbezogen, bevor das Parlament entscheiden kann.
Kurt Gsell @ U. Raumer Der Inhalt der Akten wird ja nicht veröffentlicht. Wünschen Sie eine Zensur wie im früheren Ostblockj?!
Karl Baumann Angeblich sollen wir die beste Armee der Welt haben, sind aber nicht in der Lage Akten ordnungsgemäss aufzubewahren. Kein Wunder wird die Schweiz zur Lachnummer in Ausland und nicht mehr ernst genommen.
Ulrich Raumer ... und wieso wird das, wenn es so kritisch ist, wieder in der Presse breitgetreten? Heuchler!
Hans Reist Sofern anhand der nun gefundenen Akten klar wird, dass die Tinners schweizerisches und internationales Recht verletzt haben, gehören sie dafür bestraft. Warum sich die Schweiz dem Druck der CIA beugt, ist unverständlich. Die USA-Spione handeln immer wieder illegal. Ihre Manipulationen haben der Regierung Bush das Alibi zum Beginn des Irak-Krieges geliefert
Iedereen dacht aan een 1 april grap toen deze berichten op het internet verschenen. Gisteren werd bekend dat een deel van de documenten die eigenlijk vernietigd hadden moeten worden toch weer opgedoken zijn.
Het Shredder-Team, dat de Tinner-documenten eind 2007 vernietigde heeft half werk geleverd. In December 2008 vond een medewerker van het openbaar ministerie kopieën in het archief. Het gaat om documenten over bouwplannen voor atoomwapens en dergelijke. Het is materiaal dat niet in verkeerde handen mag vallen.
Vertaling volgt later:
Die Affäre um die Atompläne der Gebrüder Tinner geht damit in die nächste Runde. Dem Bundesrat hat sie bis jetzt nichts als Ärger gebracht. Dass die Schweiz so gefährliche Akten im Schrank hatte, passte den Amerikanern nicht. Als er die Akten vernichten liess, musste der Bundesrat im Inland Kritik einstecken.
Und nun kommt heraus, dass sein Entscheid vom 14. November 2007 in der Bundesanwaltschaft nicht lückenlos befolgt wurde. Der Entscheid zur Aktenvernichtung fiel noch in der Amtszeit von Christoph Blocher. Die Frage ist nun, ob die Kopien im Archiv der Bundesanwaltschaft schlicht übersehen wurden oder ob sich dort jemand bewusst über die Anweisung des Bundesrates hinwegsetzte.
Angeblich ein Versehen
Die Sache wird seitens des EJPD so dargestellt, als handle es sich um ein Versehen. Der Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments, Ständerat Claude Janiak (SP, BL), findet diese Darstellung plausibel. Janiak wurde Ende Januar 2009 durch die Vorsteherin des EJPD, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, über die Existenz der aufgefundenen Kopien zum Fall Tinner informiert. Auch die GPDel hatte sich in der Vergangenheit kritisch über die Aktenvernichtung geäussert. Nun scheine es aus seiner Sicht besser zu laufen, sagte Janiak gestern auf Anfrage.
Die GPDel lobte den Bundesrat gestern dafür, dass er die gefundenen Akten nicht gleich vernichtet habe. Sie verlangt, die Akten bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens in der Obhut der Schweiz zu behalten oder zumindest sicherzustellen, dass sie für das Strafverfahren zugänglich sind.
Von der IAEA begutachtet
Das Verfahren gegen die Gebrüder Tinner befindet sich immer noch in der Phase der Voruntersuchung beim Eidgenössischen Untersuchungsrichteramt.
Was mit den wiedergefundenen Akten genau passieren wird, ist allerdings noch nicht vollständig klar. Vor zwei Wochen wurden sie von Spezialisten der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) begutachtet und triagiert.
Der nicht <> Teil der Dokumente stehe für das Strafverfahren uneingeschränkt zur Verfügung, heisst es in der Medienmitteilung des EJPD. Was mit den <> Dokumenten passiert, sei noch nicht entschieden, war auf Anfrage bei der Medienstelle des Justiz- und Polizeidepartements zu erfahren.
Schon im vergangenen Jahr zirkulierten in mehreren Medien Meldungen, dass von den Akten, die der Bundesrat vernichten lassen wollte, Kopien bestehen. So hatte der zuständige Untersuchungsrichter Andreas Müller im September 2008 erklärt, einen Teil der hochbrisanten Tinner-Akten in seinem Archiv zu haben.
2. April 2009, 07:10, NZZ Online
Kopien der Tinner-Akten aufgetaucht Bundesrat holt Empfehlung der IAEO zum weiteren Verfahren ein
Trotz der Schredder-Aktion des Bundesrates existieren noch Kopien der Tinner-Akten. Die Bundesanwaltschaft hat die brisanten Unterlagen im Dezember 2008 in ihrem Archiv gefunden, wie das Justizdepartement am Mittwoch mitteilte. Damit wird die undurchsichtige Affäre noch verworrener. ...
Obwohl der Bundesrat die Vernichtung der Akten im Fall Tinner anordnete, lagerten weiterhin 27 Ordner in der Bundesanwaltschaft. Die Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments will das ganze Material aufbewahren, der Bundesrat nur den <> Teil. sig. Nicht alle Akten im Verfahren gegen Urs und Marco Tinner landeten im Reisswolf, obschon der Bundesrat dies Ende November 2007 angeordnet hatte. Im vergangenen Dezember <>, dass sich in ihren Archiven Kopien befänden, heisst es in einer am Mittwochabend versandten Medienmitteilung des Justizdepartements. Ob die Akten bewusst aufbewahrt oder vergessen worden sind, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.
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Empfehlung aus Wien erwartet Im Unterschied zur ersten Aktenvernichtung im Frühjahr 2008 informierte der Bundesrat diesmal die Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments über den Fund. Zwischen dem 18. und 20. März wurden die 27 Bundesordner von Spezialisten der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) im Beisein von Vertretern der Bundesanwaltschaft, des Bundesamts für Polizei und des Bundesamts für Justiz begutachtet.
Von den 27 Ordnern sind nur zwei proliferationsrelevant, das heisst sie enthalten Informationen, die für den Bau einer Atomwaffe oder einer Trägerrakete etc. hilfreich sind und gemäss internationalen Abkommen nicht weiterverbreitet werden dürfen. Das <> Material stehe im laufenden Verfahren gegen die Brüder Tinner vollumfänglich zur Verfügung, heisst es in der Mitteilung des Justizdepartements. Was mit dem <> Material geschieht, ist noch nicht entschieden. Der Bundesrat will dazu eine Empfehlung der IAEO einholen.
Parlamentarier gegen Vernichtung
Die Geschäftsprüfungsdelegation ist mit diesem Verfahren nicht einverstanden. Sie will sämtliche Akten, auch die proliferationsrelevanten, vorerst aufheben. <>, sagt der Präsident der Delegation, Ständerat Claude Janiak, auf Anfrage. Danach stünde einer Vernichtung nichts entgegen. Die Delegation habe früher schon bekräftigt, dass ein Nicht-Atomstaat auf die Dauer keine solchen Dokumente lagern sollte. Für Janiak ist es verfrüht zu sagen, der Bundesrat habe aus der vielkritisierten ersten <> gelernt. Der Wille, das ganze Material im Gerichtsprozess zu verwenden, fehle nach wie vor. Selbstverständlich sei für die Delegation, dass dabei die Vertraulichkeit gewärleistet und die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen würden.
Urs und Marco Tinner sowie deren Vater Friedrich waren als Ingenieure für das Atomschmuggler-Netzwerks von Abdul Quader Khan tätig, dem Erbauer der pakistanischen Atombombe. Später arbeitete Urs Tinner nach eigenen Angaben parallel dazu auch für die Central Intelligence Agency und half dieser, das libysche Atomprogramm zu unterwandern. Die Aktenvernichtung wurde denn auch auf Wunsch bzw. auf Druck der US-Regierung hin angeordnet, wie der ehemalige Justizminister Christoph Blocher bestätigt hat.
Shredder-Aktion : Rüge für Bundesrat Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/ruege_fuer_bundesraetliche_shredder-aktion_1.1760523.html Leser-Kommentare: 2 Beiträge Carmen Heidelberger (2. April 2009, 08:01)
Ja Herr Rothacher Bei uns tut das Parlament als Vertreter des Volkes ausmisten und nicht ein fremder Vogt wie der Atomwaffensperrvertrag. Ist es nicht wunderbar, dass nun der Verantwortliche fuer die vom Parlament und Volk nicht abgesegnete, umstrittene Aktenvernichtungsaktion zeigen kann, dass er nicht einfach der Hampelmann der CIA war und auch Leute wie die Tinners nicht ungeschoren davonkommen? Rolf Rothacher (1. April 2009, 19:26)
Unsere Bundesanwaltschaft... ... kann sich allem Anschein nach alles erlauben. Da werden sogar Akten, deren Verbreitung gemäss Atomwaffensperrvertrag nicht weiterverbreitet werden dürfen, einfach kopiert. Wie viele unbekannte Kopien gibt es noch davon? Und wem wurden sie von unseren Bundesanwälten verkauft? Der ganze Laden gehört endlich ausgemistet. Es ist eine Schande, Bürger eines Landes zu sein, in dem die Verwaltung über der Regierung und über den Gesetzen steht.
von Henry Habegger | 13:27 | 01.04.2009 Über diesen wundersamen Fund werden sich die Amis gar nicht freuen. Ein schöner Teil der vermeintlich geschredderten Akten aus dem Fall Tinner ist in Bern wieder aufgetaucht.
Schludrige Arbeit ist ja grundsätzlich nichts Positives. In diesem Fall aber schon. Die Schredder-Gruppe, die der damalige Bundesrat Christoph Blocher zur Beseitigung der hochbrisanten Akten im Atomschmuggelverfahren gegen die Familie Tinner eingesetzt hat, arbeitete lausig. Das Reisswolf-Team unter Michael Leupold, Direktor des Bundesamts für Justiz, hat nicht alles erwischt. Gemäss BLICK-Informationen ist in den letzten Wochen ein ganzer Aktenberg wieder aufgetaucht. Es handelt sich um Kopien brisanter und verfahrensrelevanter Unterlagen, die bisher als unwiderruflich vernichtet galten. Die kamen offenbar in irgendeiner Abstellkammer bei der Bundesanwaltschaft zum Vorschein. Die Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) der eidgenössischen Räte machte jetzt dem Vernehmen nach Druck beim Bundesrat, dass die auf wundersame Weise wieder zum Vorschein gekommenen Akten nicht wieder geschreddert werden. Vielmehr werden sie dem eidgenössischen Untersuchungsrichter Andreas Müller, der das Tinner-Verfahren führt, zur Verfügung gestellt. Das aufgefundene Material soll der Untersuchung gegen die Tinners neuen Schub verleihen. Nicht gerade freuen werden sich die Amerikaner. Sie hatten massiven Druck auf Blocher und die Schweiz ausgeübt, dass die Akten vernichtet werden. Den Amis ging es darum, Spuren des eigenen Geheimdienstes CIA zu verwischen, für den die Tinners zuletzt gegen eine Millionenentschädigung arbeiteten. Der Bundesrat hatte die geheime, von BLICK publik gemachte Aktenvernichtung damit begründet, dass es um hochbrisante Pläne zum Bau von Atomwaffen gegangen sei. In Tat und Wahrheit enthielt ein Grossteil der zerstörten Akten Bankdokumente und Geschäftsunterlagen der Tinners, die unter anderem ihre Zusammenarbeit mit den Amis dokumentierten. Die GPDel hatte die Aktenvernichtung als unnötig und unzweckmässig kritisiert. Darum wehrt sie sich jetzt dagegen, dass die Akten ein weiteres Mal dem Reisswolf zum Opfer fallen.
Gotthard Lerch is een duitse zakenman die als tussenhandelaar werkt voor het atoomnetwerk van A.Q. Khan. In het verleden werkte hij voor de industriele technologie en metallurgie afdeling van Leybold-Heraeus (op het moment van schrijven onderdeel van Unaxis AG), een producent van hoogwaardige apparatuur die verdacht wordt van het leveren van nucleaire apparatuur aan Pakistan en Irak in de tachtiger jaren.
... where he was reportedly implicated by German authorities along with co-worker Otto Heilingbrunner in the illegal export to Switzerland of blueprints and construction plans for uranium enrichment plant components; alleged to have tried and failed to obtain supplies of pipes for Libya's Project Machine Shop 1001, allegedly planned by Peter Griffin, a British citizen and alleged longtime supplier to Khan, to be a workshop in Libya to make centrifuge components that could not be obtained from outside Libya; reportedly arrested in November 2004 in Switzerland on suspicion that he aided the development of a gas centrifuge to enrich uranium for Libya between 2001 and 2003, and reportedly received up to $4.25 million for his involvement with the centrifuge activities; reportedly admitted to supplying Pakistan valves, vacuum pumps, brazing furnaces, measuring instruments and a gas-purifying plant in the 1980s, much of which was reportedly shipped to Pakistan by way of Switzerland, France and Dubai; resides in Switzerland, reportedly in the village of Grabs.
Grabs ligt dicht bij Haag, maar vijf kilometer verderop, waar Urs Tinner woont en werkte. Lerch's onderneming bevindt zich in het eveneens dichtbij gelegen Buchs, op slechts drie kilometer afstand van Grabs.
Gotthard Lerch studeerde werktuigkunde en machinebouw en werkte aansluitend bij vliegtuigbouwer Dornier. Daar kwam hij aan kennis over de bouw van gas-ultracentrifuges, die ook voor uraniumverrijking gebruikt worden. Na zijn opleiding in 1966 tot machinebouwingenieur aan de Technische Hogeschool Balthasar Neumann in Würzburg werkte hij bij Dornier. In 1968 en 1969 was hij onderzoeks-ingenieur in de trillingstechniek bij Dornier.
1971 wechselte Lerch als Bereichsleiter zum Anlagenbauer Leybold-Heraeus (LH) nach Hanau. Dort machte er erste Erfahrungen mit Gasultrazentrifugen, die zur Urananreicherung verwendet werden. Durch sein profundes Wissen über Vakuum-Technologie machte er schnell Karriere. Am 12. März 1973 erhielt er Handlungsvollmacht von LH. Am 1. September 1973 wurde er Projektleiter. Ab 1974 war Gotthard Lerch bei LH mit Akquise und Kontaktpflege betraut, anschließend wurde er Leiter des Profit-Centers. 1981 erhielt er Gesamtprokura bei LH. 1982 wurde Lerch Leiter des Geschäftsbereichs "Große Metallurgie und chemische Verfahrenstechnik". Am 31. Dezember 1985 schied er auf eigenen Wunsch bei LH aus und siedelte nach Grabs in die Schweiz über. In der Schweiz gründete Gotthard Lerch die "Apparate, Verfahren und Engineering AG" (AVE) mit Sitz in Buchs.
Prozesse Zwischen 1990 und 1992 musste sich Gotthard Lerch wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz vor dem Landgericht Köln verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, Lieferungen für das internationale Beschaffungsnetzwerk des pakistanischen Atomwissenschaftlers Dr. Abdul Kadir Khan organisiert, bzw. durchgeführt zu haben. Er wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Einige Vorwürfe waren verjährt, zudem kamen die Schweizer Behörden dem Rechtshilfeersuchen des Landgerichts Köln nicht nach. Im Oktober 2004 wurde er aufgrund eines internationalen Haftbefehls des deutschen Generalbundesanwalts an seinem Wohnort im Schweizerischen Rheintal-Ort Grabs festgenommen. Die deutsche Bundesanwaltschaft ermittelte seit Juni 2004 gegen Gotthard Lerch unter anderem wegen des Verdachts des Landesverrats. Dieser Vorwurf wurde anschließend fallengelassen, um Lerchs Auslieferung nach Deutschland zu ermöglichen.
Am 17. März 2006 begann der Prozess gegen Lerch vor dem Landgericht Mannheim. Die Staatsanwaltschaft legte ihm Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Konkret soll Lerch als eine Art "Projektleiter" für das libysche Atomwaffenprogramm des Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi verantwortlich gewesen sein. Laut Anklage soll Lerch mit Hilfe von Hintermännern ein Verrohrungssystem für eine Gas-Ultrazentrifugen-Anlage geplant haben. Damit lässt sich Uran waffenfähig anreichern. Am 26. Juli 2006 platzte das Mannheimer Verfahren gegen Lerch. Gründe hierfür waren unbeantwortete Rechtshilfeersuchen aus dem Ausland sowie die Zurückhaltung von Ermittlungsakten.
Am 31. Oktober 2007 entschied das Oberlandesgericht Stuttgart, das Verfahren gegen Lerch zu übernehmen. Die Anklage wird von der Bundesanwaltschaft vertreten. Lerch schwieg im Mannheimer Verfahren zu den Vorwürfen. Seine Rechtsanwälte versuchten stattdessen, ihren Mandanten als Opfer einer internationalen Verschwörung von Regierungen und Geheimdiensten darzustellen. Im laufenden Verfahren in Deutschland wird er von den Rechtsanwälten Gottfried Reims und Christof Püschel aus Köln vertreten. Der Prozessauftakt vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart soll nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp am 5. Juni 2008 stattfinden. Insgesamt seien 43 Verhandlungstage angesetzt.
Het vonnis zou in januari 2009 volgens plan uitgesproken zijn.
Leverancier: Urs Tinner
Deze zwitserse man wordt verdacht van het doorgeven van nucleaire geheimen, wat via amerikaanse spionnen uiteindelijk leidde tot het stoppen van het libische atoomwapenprogramma.
Voor het eerst vertelt Urs Tinner in het openbaar over wat hij in 2003 zei tegen de Central Intelligence Agency over het feit dat Libie apparatuur ging ontvangen die bedoeld is voor het vervaardigen van een atoombom.
Bij een dokwerf in Italie vonden opsporingsambtenaren centrifuges die bedoeld waren voor verzending naar het afrikaanse continent. De ontdekking dwong de libische regering toe te geven dat het een clandestien nucleair programma had, wat zij moest beeindigen.
Ondanks dat de CIA geen commentaar wil leveren over deze zaak is hieronder meer over dit thema te zien. In de onderstaande documentaire van de zwitserse televisie wordt een inzicht gegeven over hoe Tinner precies in de zaak betrokken is.
De uitzenddatum van de documentaire op 26 januari 2009 valt samen met het publiceren van een amerikaans rapport dat de zwitserse regering beschuldigt van het vernietigen van bewijzen tegen Tinner, inclusief gedetailleerde ontwerpen voor atoombommen.
Urs Tinner, zijn broer Marco en zijn vader Friedrich werden begin 2004 door de zwitserse autoriteiten gearresteerd op verdenking van smokkel van atoomgeheimen. Friedrich Tinner werd in 2006 vrijgelaten, gevolgd door Urs in December 2008. Ze gingen beiden vrijuit.
Marco Tinner zat sinds september 2005 in de gevangenis en werd op vrijdag vrijgelaten na het betalen van een borgsom van 100.000 zwitserse franken.
Atoomspionnen in Zwitserland
In de onderstaande documentaire "de spion, die uit het rijndal kwam" is te zien dat de Tinners vrienden waren met Abdul Qadeer Khan, de grondlegger van het Pakistaanse nucleaire programma en hoofd van het zwarte markt netwerk dat Iran en Libie van wapenonderdelen voorzag.
Uitzending op de zwitserse televisie SchweizerFernsehen van 26 januari 2009. De familie Tinner houdt Zwitserland bezig. De familie wordt beschuldigd van het meewerken aan de fabrikage van atoombommen. Jarenlang zat Urs Tinner daarom in voorarrest. Sinds een paar weken is hij weer op vrije voeten. De documentaire is maar 38 minuten en 19 seconden lang, de rest ontbreekt helaas.
Khan verbleef bij de Tinners en noemt ze "een eerlijke Zwitserse familie".
De Tinners zijn mechanici die met centrifuges te maken hebben. De autoriteiten verdenken hen van deelname aan het distributienetwerk van Khan. Khan ontkent dat in deze documentaire. Khan's netwerk viel uiteen toen de centrifuges voor Libie onderschept werden.
The report produced by a parliamentary supervisory committee states that on June 21, 2003, six CIA agents did in fact approach Marco Tinner with what they said was a search warrant. It was unclear what, if anything, they found, but the agents could have had access to potentially sensitive data. "At that time the agents got Marco Tinner to cooperate with the American authorities," the report states.
<< Switzerland could have kept the documents secret and secure without destroying them. >>
Christian Democratic Party Sabotaged
In the documentary, Urs Tinner says he sabotaged equipment that he knew was bound for secret uranium enrichment programmes so it would malfunction on the first use. He doesn't say which country had ordered the parts.
Urs Tinner was arrested in 2004 in Germany before being brought back to Switzerland in 2005. The nuclear smuggling case never went to trial and the media have long speculated that the Tinners were spying for the CIA - a punishable offence in Switzerland - and that Washington put pressure on Bern to destroy evidence in the case.
"Les espions qui venaient d'Hélvétie"
Former Justice Minister Christoph Blocher told the documentary filmmakers that he travelled to Washington in 2007, three years after the Tinners' arrest, to discuss the matter with the Americans.
Blocher said the Americans wanted thousands of case files but he refused to hand them over. The Swiss cabinet later decided to destroy them after members learned they held plans for nuclear warheads.
A blast of criticism A parliamentary delegation on Thursday strongly criticized the cabinet's decision to do that, saying it overreacted as there was no immediate threat to Switzerland's security. All possibility of determining guilt or innocence in the case vanished with the destroyed evidence.
The report was particularly critical of Blocher for not having informed the cabinet quickly enough about the scope of what the dossier contained.
Only the rightwing Swiss People's Party, of which Blocher is a member, has defended the move to destroy the files. "What's essential is that Switzerland's security and sovereignty, as well as international law in regard to nuclear non-proliferation, were respected," it said. Other parties were less forgiving.
The centre-left Social Democratic Party has welcomed the publication of the report which showed that the destruction of the documents was "neither proportionate nor reasonable". In a similar vein both the centre-right Christian Democrats and the Radical Party pointed similar shortcomings.
"It should not have been possible, in Switzerland, that these documents could be destroyed on the basis that they couldn't be kept secret and secure," the Christian Democratic Party said. "We have to see to it that the separation of powers is strictly respected," said the Radical Party, suggesting new measures might be needed to keep cabinet powers in check.
Cabinet members have not responded to the report, saying they wanted to read it in full first.
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In de volgende aflevering: Arabische atoombom kennis verspreiding (2):
Leverancier: Henk Slebos
Interessant artikel op de blogspot van Harald Doornbos over Henk Slebos en Abdoel Kadier Khan: Nukeboy Henk Slebos in Afrika
Interessant artikel op de blogspot van Harald Doornbos over Henk Slebos en Abdoel Kadier Khan: Nukeboy Henk Slebos in Afrika
Wikipedia over Henk Slebos: Henk Slebos (1943, Elburg) is een Nederlands ingenieur en zakenman. Hij studeerde metaalkunde (1969) aan de Technische Universiteit Delft, waar hij bevriend raakte met Abdul Qadir Khan.
In 1978 begon Slebos met zijn bedrijf Slebos Research, na eerder voor de Koninklijke Marine en Explosive Metal Works Holland gewerkt te hebben. Zijn bedrijf richtte zicht onder meer op de export van goederen naar Pakistan, waar zijn vriend Khan onderzoek verrichte naar het verrijken van uranium. Khan werd in 1983 bij verstek veroordeeld in Nederland voor spionage, maar dat vonnis werd later vernietigd vanwege een vermeende vormfout. Slebos zelf werd in 1985 tot 1 jaar gevangenisstraf veroordeeld voor het uitvoeren van een oscilloscoop naar Pakistan via de Verenigde Arabische Emiraten. In hoger beroep werd die straf in 1986 teruggebracht tot zes maanden voorwaardelijk en een geldboete van 20.000 gulden. Slebos bleef daarna exporteren naar Pakistan.
Op 16 december 2005 werd Slebos tot 1 jaar gevangenisstraf - waarvan 8 maanden voorwaardelijk - veroordeeld voor het meerdere malen exporteren van goederen zonder exportvergunning (manometers, O-ringen, triethanolamine en grafiet). Zijn BVs werden daarnaast een geldboete van zo'n 100.000 euro opgelegd.
Kopstuk: Abdoel Kadier Khan
Wikipedia over A.Q. Khan: Abdul Quadir Khan (Bhopal, India, 1935 of 1936) is een Pakistaanse atoomgeleerde.
Hij wordt beschouwd als de vader van de Pakistaanse atoombom en is daardoor in eigen land een nationale held. De kennis tot het bouwen van deze atoombom deed hij op in de jaren '70 toen hij in Nederland de techniek stal om uranium te verrijken tot splijtstof voor kernwapens door middel van ultracentrifuge.
Levensbeschrijving Khan emigreerde in 1952 vanuit India naar Pakistan. Hij volgde een technische studie aan de Universiteit van Karachi.
In 1961 vertrok hij naar Europa om zijn studie te vervolgen, en startte zijn opleiding in West-Berlijn aan de Technische Universiteit van Berlijn (Technische Universität Berlin). Twee jaar later kwam hij naar Delft, waar hij prof. dr. W.G. Burgers als mentor kreeg toegewezen[1]. In 1967[2] studeerde hij af in metaalkunde aan de Technische Hogeschool Delft (de huidige Technische Universiteit Delft), waarna hij naar België vertrok om daar in 1972 te promoveren aan de Katholieke Universiteit Leuven.
Na zijn promotie in 1972 kwam Khan in dienst bij het Fysisch Dynamisch Onderzoekslaboratorium (FDO) dat onderzoek deed voor Urenco. Omdat hij al elf jaar in Europa woonde en getrouwd was met een Nederlandssprekende vrouw (zij was Zuid-Afrikaanse), doorliep hij het veiligheidsonderzoek van de Binnenlandse Veiligheidsdienst (BVD) zonder problemen.
In 1975 kwam Khan niet terug van een vakantie naar Pakistan.
Op 14 november 1983 werd Khan door de Amsterdamse rechtbank bij verstek veroordeeld tot vier jaar gevangenisstraf wegens spionage in de jaren 1976 en 1977 (NJ 1984, 282). Dit vonnis werd op 28 maart 1985 door het gerechtshof vernietigd omdat de inleidende dagvaarding niet op de juiste wijze aan Khan was betekend.
In 1992 is aan Khan op humanitaire gronden een visum voor Nederland verleend.
In het VPRO-radioprogramma Argos van 9 augustus 2005 stelde oud-premier Ruud Lubbers dat de spionage-activiteiten van Khan bekend waren bij de inlichtingendiensten. Op verzoek van de CIA is Khan niet vervolgd, mogelijk om zijn activiteiten beter na te kunnen gaan. In 1986, toen Khan weer naar Nederland kwam om zijn familie te bezoeken, werd hij op het vliegveld persoonlijk afgehaald door Arthur Docters van Leeuwen, destijds hoofd van de Binnenlandse Veiligheidsdienst (BVD). Khan kon, wederom op verzoek van de CIA, Nederland weer ongestoord verlaten.
Overigens zou in de archieven van de BVD geen verzoek van de CIA over dit onderwerp aanwezig zijn.
Looking back, however, I wonder: How did I miss Tinner’s role?
The German press reported in early 2005 that Tinner was a CIA informant, after German authorities arrested him and the US government apparently intervened to stop the prosecution of Tinner. Der Spiegel, in particular, had several stories about Tinner that suggested he was a CIA informant . Centrist Newsweekly Munich Focus nailed the BBC China connection in early 2005:
Tinner’s case is explosive because the high-tech mercenary apparently provided not only Libya, but also its archenemy, the United States, with sensitive information: in confiscated files of Tinner, investigators found reports that—according to an insider—“only make sense if they were written for an intelligence service.”
Investigators believe that Tinner served as an informer for the US intelligence service CIA or the US military intelligence service DIA (Defense Intelligence Agency).